14.09.2019 - REGIO-FINALE

Indra, Hamburg

Flyer REGIO-FINALE - 14.09.2019



SPH Music Masters 2019 - Regio-Finale (14.09.19, Indra, Hamburg)

JONNY S & THE GÄNG holten sofort das Publikum auf ihre Seite. Mit Hip-Hop Orientierung liegen sie total im Trend dieser Zeit. Was da auf der Bühne geboten wurde gab dann den Entertainmentmoment hinzu. Schon in den ersten Minuten hoben die Zuschauer die Hände und waren direkt mit ganzem Herzen dabei. Hier konnte scheinbar jeder etwas mit anfangen. Erzählungen von Kindheitsträumen, dem älter und Eltern werden und wie sehr es einen erzürnen kann, wenn die politische Ausrichtung unseres Landes wieder in die falsche Richtung rutscht. Unterhaltung für ein großes Publikum und ein toller Start in den Abend.

 

Die Band LAKNARRA aus Hamburg kam nun ganz anders daher. Sehr oldschool und dabei zeitweise experimentell erklangen nun Songs, die dem Publikum nicht so leicht zugänglich schienen. Vielleicht fehlte auch etwas der sichtbare Spaß auf der Bühne. Emotionen sind es eben, die ein Publikum mitreißen. Davon ab aber stellen LAKNARRA ein sehr selten gewordenes Format dar. Sie nehmen sich die Freiheit, weit weg von jeglichen Trends und Strömungen zu komponieren und bleiben sich dabei hoffentlich auch in der Zukunft treu.

 

NORDED sind eine Band, die hingegen wieder mehr in dieser Zeit zu musizieren scheint. Weitaus härter kamen sie daher und gaben nochmal neue Energie auf die Bühne. Rock- und Nu-Metal-Einflüsse kann man dieser Band nicht absprechen. Auch die Freiheit, sich mal einen Sprachenwechsel zu gönnen, gab der Band einen besonderen Touch. Bei ihrer letzten Show traten sie noch mit einem Drummer-Ersatz aus der Dose auf. Das dieser Schlagzeuger allerdings eine solche Energie erzeugt, war nochmal eine Überraschung. Hier war eine Band zu erleben, der es an nichts fehlt. NORDED dürfen somit auch in die nächste Runde.

 

URBAN BEARS waren die einzige Band an diesem Abend, die mit einer Frontfrau auftraten. Diese glänzte weitaus stärker als noch während der letzten SPH-Show. Das Publikum schien ihr aus der Hand zu fressen und auch musikalisch war hier negative Kritik wenig angebracht. Die Kompositionen haben ihre wirklich starken Momente und geschickt haben URBAN BEARS ihre besten Songs ans Ende gelegt. Am Ende war es nicht nur ein Fest für die Ohren, denn die Augen wurden auch ein wenig erfreut. Gut auszusehen, ist bekanntlich alles andere als schädlich in unserer Zeit. Aber Schönheit glänzt am besten durch Freude und Liebe. Dies war es wohl, was die Begeisterung im Raum bis zum Ende nicht abebben lies.

 

Ein weiterer Höhepunkt, an diesem Abend voller Höhepunkte, kam nun mit FIN DAWSON. Diese Jungs haben sich wahrlich entwickelt. Vorher war die Musik schon gut. An diesem Abend bewies diese Band dazu auch noch eine viel stimmigere Präsenz auf der Bühne. Allein dadurch wurde ihr Auftritt zu einem Erlebnis der besonderen Art. Folk Rock mit Gefühl und Energie, der einem in den Ohren kitzelt und verbleibt. Einfach gut.

 

Nach einem Intermezzo der ruhigeren Klänge ging es mit CIRCUS BLIND nun in den letzten Teil diese Regio-Finales. Überzeugend lieferten die vier eine Show in bester Manier ihres Genres. Die Songs manchmal komplex und manchmal leicht nachvollziehbar, entstand eine spannungsgeladene Atmosphäre, die für wahre Metal-Fans eine Erfüllung gewesen wäre. Vielleicht fehlte einfach noch der letzte Funke, der das Publikum überzeugen sollte. CIRCUS BLIND waren eine echte Bereicherung für diese Saison und werden es für die Metalszene des Nordens hoffentlich noch lange bleiben.

 

Den Abschluss wickelte nun die weit angereiste Band BLACK ADDER ab. Der Anblick und die ersten Sounds während des Linechecks ließen schon eine klare Richtung erahnen. Hier kam nun Metal der frühen 80er in frischem Gewand daher. Der bemerkenswerte Sänger brachte am Ende des Abends nochmal alle Energien hoch und begeisterte mit Stimme und Präsenz. Hier stand eine Band, die mit einer Zeitmaschine ganz locker zu Rockstars mutieren könnte. Leider lässt sich die Zeit nicht mehr zurückdrehen und BLACK ADDER verbleiben in der jetzigen. Aber das macht sie nicht weniger großartig. Eine Band, die sich locker neben so manch anderer behaupten könnte. Diese Band ist wie gebacken für Wacken!

Verfasser: Florian Rössler // SPH Music Masters

Hier das Ergebnis im Detail:

Act

Jury

Publikum

Durchschnitt

URBAN BEARS 16,25 % 26,67 % 21,46 %
FIN DAWSON 15,41 % 25,26 % 20,34 %
JONNY S & THE GäNG 15,41 % 15,79 % 15,60 %
NORDED 14,07 % 12,28 % 13,18 %
CIRCUS BLIND 11,73 % 12,63 % 12,18 %
BLACK ADDER 15,41 % 3,86 % 9,64 %
LAKNARRA 11,73 % 3,51 % 7,62 %
Achtung:

Durch Rundungen kann es ggf. zu leichten Abweichungen kommen (z. B. Addition aller Wertungen = 100,1%). Für den Fall, dass eine solche Rundung zwischen zwei Acts entscheiden würde, wird mit den exakten Werten gerechnet.

 

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