15.12.2017 - VORRUNDE

MTC, Köln

Flyer VORRUNDE - 15.12.2017



SPH Bandcontest 2017 - Vorrunde (15.12.2017, MTC, Köln)

Die Saison 2017 ist am auslaufen, doch hier und da spielen sich schon verschiedenste Bands der 2018er Saison die Finger wund. So auch am 15.12.2017 im MTC in Köln.

Los geht’s mit FAVIS. Die vier Jungs aus Köln orientieren sich stilistisch an Bands wie den Foo Fighters und Green Day, denen sie auf der Bühne auch alle Ehre machen. Das Songwriting bleibt dabei immer abwechslungsreich. Jeder Song hat seinen eigenen Wiedererkennungswert, etwas das einfach im Ohr bleibt. Dem Mann hinter den Toms und Becken sieht man an, dass er seine Band temposicher durch die Songs führen kann. Auch die präzise gespielten Gitarren Soli gehören zu den Stärken dieser Band. Wir würden uns noch über Backgroundgesang und einen weniger schüchternen Bassisten freuen – vielleicht/hoffentlich in der nächsten Season. Bis dahin alles Gute!

Weiter gerockt wurde mit GLASS HEART. Mit ihrem waschechten Post-Hardcore sind sie definitiv eine Spur härter und lauter unterwegs. Sänger Jan überzeugt sowohl mit seinem sauberen Screaming/Shouting als auch mit seinem Clean-Gesang. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und setzen ihre Breakdowns gekonnt ein. Generell ist die Performance die große Stärke dieser Band. Man merkt sofort, dass sich die Band um diesen wichtigen Punkt Gedanken gemacht hat. Kabellose Gitarren, ins Publikum springende Musiker und packende Playbacks, um nur ein paar der Show-Highlights zu nennen. Die Jungs legen viel Wert auf ihren Kontakt zu den Leuten. Das wird natürlich belohnt mit dem Einzug ins Stadtfinale – Herzlichen Glückwunsch!

Next one is PLING. Auch wenn der Auftritt von technischen Schwierigkeiten etwas überschattet wurde, lässt sich die Band davon nicht beirren und zieht ihr Ding durch. Dieses Ding nennt sich 'Indietronik' und nach fünf Minuten zuhören muss ich feststellen, dass der Begriff die Musikrichtung tatsächlich auf den Punkt bringt. Definitiv eine erfrischende Abwechslung zu Rock/Metal. Die Musik kommt eine ganze Ecke massentauglicher daher, bewahrt sich dennoch immer eine gewisse Einzigartigkeit. Die Vocals erinnern stark an die legendäre Kate Bush und passt perfekt zu den Klängen von Keyboard und effektreichen Gitarren. Nicht unbeachtet blieb auch die Tatsache, dass die Band – und wenn es manchmal nur Blicke und die Mimik waren – immer und überall wirklich zusammenspielte. Jeder hat Kontakt zu jedem und geht mit der Musik mit. Niemand steht da und zieht sein Ding alleine durch. Man sieht die Wertschätzung zu den anderen Mitgliedern, was bei anderen Bands oft untergeht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pling und wünschen für die Zukunft alles Gute und wer weiß – vielleicht sieht man sich wieder! Wir würden uns freuen!

Nummer vier in den Startlöchern und unsere Erstplatzierten hören auf den Namen GEMINI. Schon während des ersten Songs sieht man, was die Jungs aus Aachen aus ihren Instrumenten rausholen können. Die Drums im Refrain sind einfach, aber wirkungsvoll. Frontmann Fabian ist mega sympathisch auf der Bühne. Gitarrist Thomas bringt es fertig präzise und konzentriert zu performen und sich gleichzeitig in der Musik zu verlieren. Großes Kompliment auch an den Bassisten oder wie ich ihn nenne das „Spielkind“ der Band. Er arbeitet kreativ mit den Effektpedalen (bspw. erzeugt er absichtlich Feedbacks) und rundet durch sein gelassenes Auftreten die Performance ab. Beeindruckend war hier auch das rein musikalische Outro des Sets. Der Sänger war längst verschwunden und ermöglichte der Band ein letztes Aufbrausen. Wir vom SPH sind begeistert, das Publikum auch. Ab geht’s in die nächste Runde.

Wir werden wieder heavy und machen weiter mit SIRENS OF THE BUTCHER. Und die hatten an diesem Abend - aufgepasst Ladies & Gentlemen - ihren allerersten Auftritt bei uns! Von Nervosität ist aber keine Spur zu sehen, ganz im Gegensatz zu den Aussagen der Bandmitglieder. Die Jungs aus Köln machen Stoner-Doom gemixt mit Punk. Eine alles andere als leicht zu schreibende Musikrichtung, dennoch sind sie dabei voll in ihrem Element. Ganz besonders aufgefallen ist der Herr an den Drums, der so mega abgeht und das auch noch 25 Minuten lang durchhält. Manch anderem würde dabei schon nach fünf Minuten die Puste ausgehen. Natürlich bleibt auch keine Ausholbewegung unter 180 Grad, das Publikum hat genauso wie wir wirklich nicht schlecht gestaunt. Da die Band noch ganz am Anfang steht, hat es leider nicht gereicht. Wir würden die Jungs aber gerne wiedersehen. Vielleicht mit etwas mehr Bühnenpräsens und einem draufgängerischerem Songwriting. Wir glauben aber fest daran, dass die Band das auch umsetzen kann.

MAASSA ist der Name unserer vorletzten Band an diesem Abend. Sie sind ebenfalls Stadtfinalisten. Die Jungs haben den ganzen Weg aus Maastricht auf sich genommen, um hier teilzunehmen und wir sind froh, dass sie es getan haben. Seit drei Jahren spielen die Jungs zusammen auf der Bühne ihre ganz eigene Mischung aus Postpunk/Rock/Alternative à la The Hives und Biffy Clyro. Das Songwriting ist abwechslungsreich. Regelrecht alle Lieder haben die Kraft, sich in deinem Gehör festzusetzen wie zum Beispiel der Song „Ghosttown“ (sehr empfehlenswert, bitte unbedingt anhören!). Ihr musikalisches Können ist auch nicht zu verachten. Der Bassist ist gleichzeitig der Keyboarder und der Drummer gibt den Songs durch seine variantenreichen Drumbeats einen unverkennbaren neuen Sound. Und da hätten wir noch Frontmann Petar, der es schafft das Publikum mitzureißen und zu animieren, ohne dass es einstudiert wirkt. Wir sind bereits Fan und freuen uns, die Jungs in der nächsten Runde wiederzusehen!

Wirft man Kraftclub, Cro und Revolverheld zusammen in einen Topf und schüttelt kräftig, erhält man unseren letzten Teilnehmer an diesem Abend: PHÄTTE ZEITEN. Vorgestellt wird sich direkt am Anfang und dann geht’s auch schon los. Nicht nur, dass die Band eine Dame an den Drums sitzen hat, von der sich der ein oder andere männliche Drummer ruhig eine phätte Scheibe abschneiden kann, nein, die Jungs am Bass und am Mikro bleiben keine Sekunde ruhig stehen und machen Stimmung. Sie beweisen, dass auch rockigere Töne tanzbar sind. In jedem ihrer Songs kann man sich selber wiederfinden, seien sie über die Liebe zur Stadt oder die furchtbaren Erfahrungen, die man so mit Blind-Dates macht. Noch etwas mehr Background auf der Bühne und weniger im Playback und wir sind wunschlos glücklich mit unseren Wildcard-GewinnerInnen und damit StadtfinalistInnen!

Danke nochmals an alle TeilnehmerInnen und Glückwunsch an die GewinnerInnen. Wir sehen uns bei den Stadtfinals!

Verfasser: Sonja Pick // SPH Bandcontest

Hier das Ergebnis im Detail:

Act

Jury

Publikum

Durchschnitt

GEMINI 18,94 % 25,56 % 22,25 %
GLASS HEART 16,29 % 18,52 % 17,40 %
MAASSA 17,80 % 9,26 % 13,53 %
FAVIS 16,67 % 8,52 % 12,59 %
PLING 6,82 % 15,56 % 11,19 %
FCKTIST 7,95 % 12,59 % 10,27 %
PHAETTE ZEITEN 15,53 % 3,70 % 9,62 %
FORTYFOUR 0,00 % 6,30 % 3,15 %
Achtung:

Durch Rundungen kann es ggf. zu leichten Abweichungen kommen (z. B. Addition aller Wertungen = 100,1%). Für den Fall, dass eine solche Rundung zwischen zwei Acts entscheiden würde, wird mit den exakten Werten gerechnet.

 

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