17.12.2017 - HALBFINALE

Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln



SPH Bandcontest 2018 - Pre-Final (17.12.2017, Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln)

Sieben Acts stehen an diesem Abend vor der letzten Hürde, die sie vom großen deutschlandweiten Finale des SPH-Bandcontests trennt. Von anfänglich knapp 1.500 Bands haben sie es unter die letzten 100 geschafft und damit bereits bewiesen, dass sie zu den Besten der Besten gehören. Doch letztendlich wird nur ein Act von ihnen am 20. Januar 2018 in der Stadthalle Montabaur zum Grand-Finale antreten.

Heute Abend stellen sie sich im Kölner Club Bahnhof Ehrenfeld dem harten Urteil von Jury und Publikum, welche zusammen darüber entscheiden, wer den großen Schritt macht. Dank unserer Partner gibt es für die ersten drei Plätze fette Preise zu gewinnen.

Der Abend wird vom Solokünstler NICO GRUND eröffnet. Der junge Musiker beginnt mit der Akustikgitarre und einem gewinnenden Lächeln sein Set. Mit seiner sympathischen, offenen und bodenständigen Art wickelt er sein Publikum um den Finger. Seine hauptsächlich englischsprachigen Songs beschreibt er als Rock-Balladen und hinter diesem Konzept steht er voll und ganz. Gewollt und betont gefühlvoll thematisiert er Situationen seines Lebens, die ihn berührt haben. So zum Beispiel sein Umzug nach London und dem damit verbundenen Erwachsenwerden. Seine Songs leitet er mit kleinen Anekdoten ein, die seine Authentizität unterstreichen. Für die letzten beiden Songs wechselt er zum E-Piano und überzeugt auch an diesem Instrument. Ein Highlight ist definitiv sein letzter Song „More than okay“, in dem er gewohnt tiefgründig die Frage in den Raum wirft, ob man in einer Welt voller Superhelden überhaupt noch super sein kann. Bei diesem stimmigen Gesamtpaket ist es kein Wunder, dass das Publikum hin und weg ist und er zum Publikumsliebling des Abends gekürt wird. In Kombination mit der Jurywertung landet NICO GRUND auf dem dritten Platz und sahnt damit eine Handvoll Preise ab. Er darf sich über einen Special-Guest Slot bei einer der SPH-Shows 2018, einen Pocket-Effekt von Palmer und einen Gutschein für einen exklusiven Single-Release über Tunecore freuen.

Die vierköpfige Band BEAUTIFUL BUNCH steht als nächstes auf den sogenannten Brettern, die für den Abend die Welt bedeuten. Sie sind aus dem Raum Mayen-Koblenz angereist und haben gleich einen Bus voller Freunde, Fans und guter Stimmung mitgebracht. Sie bezeichnen ihre Musik als Alternativ-Rock, doch reicht diese schlichte Bezeichnung nicht ansatzweise aus, um dem was sie machen gerecht zu werden. Hypnotischer 90er Grunge trifft auf Garage Punk, Hardcore-Beatdown-Elemente und tighte Drums. Gekrönt wird die Mischung durch den Gesang à la Courtney Love, welcher sich in den Refrains zu poppigen Gesangsmelodien mit Ohrwurmpotenzial hinreißen lässt. Sängerin Lea treibt das Publikum mit ihrer lässigen „Fuck you“-Punk Attitüde an. In der ersten Reihe wird getanzt und dahinter ist Platz für die erste Wall of Death. Trotz anfänglicher technischer Probleme und zwei gerissenen Gitarren Saiten, schaffen sie es ein spannendes und dynamisches Set zum Besten zu geben. Damit beeindrucken sie Jury und Publikum gleichermaßen. Auch wenn ihre SPH-Bandcontest Reise hier endet, sind wir uns sicher das wir noch einiges von BEAUTIFUL BUNCH hören werden.

Mit der Startnummer drei sind die Multi-Instrumentalisten von GENTREE an der Reihe. Die vier Musiker kombinieren Volk, Indie und Britpop auf einem hohen musikalischen Niveau. Für ihr Set greifen sie nicht nur auf die Standard-Instrumentalbesetzung zurück. Auch ein Keyboard, ein Akkordeon und eine Mandoline finden ihren Weg auf der Bühne. Die in Bonn gegründete Band ist mittlerweile über Köln, Hamburg und Trier verteilt. Vom Proben abhalten kann sie das anscheinend nicht. Ihre Gruppendynamik und ihr perfekt aufeinander abgestimmter, vierstimmiger Gesang verursachen Gänsehaut. Diese vier Strahlemänner beherrschen ihre Instrumente und ziehen das Publikum mit ihrer Spielfreude förmlich in den Bann. Der Aufbau ihrer Songs ist dynamisch und beweist, dass sie genau wissen was sie machen. Das wird belohnt! Sie bekommen die höchste Jury Bewertung und den dritten Platz vom Publikum. Diese Kombination macht sie zum Gesamt-Gewinner des Abends. GENTREE ziehen ins Finale ein und haben am 20. Januar die Chance den Titel zu holen.  Schon heute sahnen sie eine PG-Funkstrecke für Gitarre oder Bass von Shure, ein String Package von Elixir, einen stylischen Mikrofonständer von Gravity, ein Stage-Package von derbandshop.de und das Winner-Package von Rockstar Energy ab. Wir drücken ihnen die Daumen und freuen uns auf ein spannendes Finale mit GENTREE.

LIONS & BALLOONS kommen aus Köln und sind als viertes an der Reihe, ihr Können unter Beweis zu stellen. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Alternativ mit Singer-Songwriter Einflüssen. Sie eröffnen ihr Set mit einem Intro von der Live-Sample-Maschine, bei dem sie mit den einzelnen Instrumenten nacheinander einsteigen. Damit erzeugen sie eine Spannung, die man fast greifen kann und halten diese Atmosphäre über den gesamten Auftritt. Die Gitarrenriffs von Sänger Moritz haben einen Wiedererkennungswert, seine Texte sind auf Englisch, seine Stimme ist gefühlvoll und gleichzeitig intensiv. Drums und Bass bilden ein starkes Fundament und komplimentieren die innovative Mischung. Für den heutigen Abend haben sie nur ihre „lauten“ Songs eingepackt und damit die Stimmung des Abends perfekt getroffen. Routiniert performen sie ihre musikalisch anspruchsvollen Songs und beweisen, dass es noch Innovation in der deutschen Musiklandschaft gibt! Auch wenn es an diesem Abend zwar nicht für die nächste Runde gereicht hat, wird man sicher noch einige Gelegenheiten bekommen die Jungs von LIONS & BALLONS zu sehen. Und wenn man diese bekommt, sollte man sie unbedingt nutzen. Ein absolutes Highlight!

Dass die PHIL YOUNG BAND professionell ist, merkt man bereits beim ihrem Umbau. Jedes der Bandmitglieder kann auf jahrelange Bühnenerfahrung zurückblicken und das sieht man ihnen förmlich an. Die Combo performt die Lieder von Sänger Philipp Jung und hat sich vor knapp einem Jahr, damals noch unter dem Namen PHIL YOUNG & BAND, angemeldet. Doch das „&“ Zeichen haben sie mittlerweile abgelegt. Laut Schlagzeuger Merlin sind sie „jetzt alle Phil Young“. Diese Aussage passt auch genau zu ihrer Gruppendynamik! Die vier Musiker sind perfekt aufeinander eingestimmt und liefern jeder für sich einen Wahnsinns Job an ihren Instrumenten ab. Dabei agieren sie untereinander mit einer riesen Portion Humor und geben dem Publikum das Gefühl mittendrin zu sein. Die Songs sind gut komponiert und besitzen durch Ohrwurm-Refrains ein riesen Hit-Potenzial. Optisch rundet ihr Einheitslook, bestehend aus weißem Hemd und Hosenträgern das Paket ab. Der CBE ist begeistert, da an diesem Abend aber leider nur eine Band weiterkommen kann, müssen wir uns leider von der PHIL YOUNG BAND verabschieden. Das es heute Abend nichts geworden ist, wird die Jungs sicher nicht aufhalten. Die Jury ist sich sicher, dass man in Zukunft noch öfter auf die PHIL YOUNG BAND treffen wird.

Ein atmosphärischer treibender Basssound, energiegeladene Gitarrenriffs und hypnotischer Gesang, das ist die Kölner Alternative-Postrock Band IONO. Das Publikum scheint zuerst überwältigt von dieser Soundwand und steht die ersten beiden Songs wie angewurzelt vor der Bühne. Ein Segen ist definitiv ihr Bassist, der mit seiner ansteckenden Spielfreude das Publikum aus der starre löst und zum Tanzen bringt. Sängerin Justine beeindruckt mit einer energiegeladenen, starken und gut trainierten Stimme. Die geradlinige Optik und statische Attitüde der Band unterstreichen ihren Musikstil und machen IONO zu einem in sich stimmigen Bild. Ein musikalisches Highlight ihrer Show sind definitiv ihre zwei letzten Songs, bei denen sie gekonnt Synthie einsetzten und damit den CBE auf eine Zeitreise in die 80er mitnehmen. Der folgende Applaus will nicht enden und die Rufe nach einer Zugabe dauern an. Leider endet es heute für IONO, für die nächste Runde hat es leider nicht gereicht.

ROOT OF SOUND verbinden Alternativ-Rock mit Grunge und Crossover. Mit dieser Mischung heizten sie dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes ein. Bei ihnen kommt man an einem Vergleich mit den Red Hot Chili Peppers nicht vorbei. Die vier Kölner haben es geschafft, sich kontinuierlich von Runde zu Runde in ihrer Gruppendynamik zu steigern. Sie wirken locker, gleichzeitig sicher und strotzen ab der ersten Sekunde ihres Sets nur so vor Spielfreude. Energiegeladene Drums, groovige Gitarren- und Bassriffs werden gekrönt von einem stimmlich vielfältigen und charmanten Frontsänger. Ein Highlight dieser Konstellation ist Bassist Max. Er fällt zuallererst durch seine knapp zwei Meter große Erscheinung ins Auge und bleibt dann durch sein ansteckendes Lächeln und der energiereichen Bühnenshow im Kopf hängen. Ihre authentische Bühnenshow reißt jeden mit und sorgt dafür, dass ROOT OF SOUND heute mit der Silbermedaille nach Hause gehen. Leider ziehen sie damit zwar nicht ins Finale ein, können sich aber über fette Preise von unseren Partnern freuen. Unsere Zweitplatzierten bekommen einen exklusiven Single-Release von Tunecore, einen Thomann Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro, einen preisgekrönten Mikrofonständer von Gravity und das SPH Promo-Package.

Die Messlatte wird von COCKPIT CLUB, dem letzten Act des Abends, nochmal ordentlich erhöht. Sie kommen aus Koblenz und machen „Rock/Punk aber auf Deutsch“. Während ihrem ersten Lied tragen sie Masken, die aussehen als hätte Donald Duck ein blaues Auge verpasst bekommen. Schnell wird klar, die Jungs nehmen nichts ernst, vor allem nicht sich selbst und genau das macht sie sympathisch. Sie machen humorvolle Musik, reißen mit und sind dabei mehr als nur ernstzunehmende Musiker. Sie geben Vollgas und bleiben durchgehend auf diesem hohen Niveau. Ihre Songs sind tanzbar, abwechslungsreich und spannend arrangiert. Ihre Texte humorvoll, gnadenlos selbstironisch, intelligent und ansteckend. Ohne Probleme singt der ganze CBE lauthals mit. Sie thematisieren wohl bekannte Pannen des Lebens. So zum Beispiel in „Geh Heim“ in dem es um übermäßigen Alkoholkonsum und den daraus resultierenden Peinlichkeiten geht. Ihre Fans sind vorbereitet und halten zahlreiche Plakate in die Luft, die Sänger Jannik munter Zitiert und kommentiert. Mit seiner lockeren Art hat er das Publikum gleich auf seiner Seite und interagiert vorbildlich mit ihnen. Ihr College-Jacken-Einheitslook erinnert optisch an Kraftklub, ihre Musik erinnert jedoch mehr an Die Goldenen Zitronen, Wiso oder Die Ärzte. Kein Bein bleibt unbewegt, denn COCKPIT CLUB treffen den Nerv des Publikums. Aufgrund der starken Konkurrenz hat es leider nicht fürs Finale gereicht, nichtsdestotrotz bilden sie den perfekten Abschluss für ein gelungenes Pre-Final und setzen unter den Abend ein fettes Ausrufezeichen.

Verfasser: Lana Giese // SPH Bandcontest

Hier das Ergebnis im Detail:

Act

Jury

Publikum

Durchschnitt

GENTREE 15,65 % 13,77 % 14,71 %
ROOT OF SOUND 15,02 % 13,22 % 14,12 %
NICO GRUND 11,50 % 15,41 % 13,46 %
COCKPIT CLUB 11,50 % 15,10 % 13,30 %
PHIL YOUNG & BAND 13,74 % 9,94 % 11,84 %
LIONS & BALLOONS 11,50 % 10,88 % 11,19 %
IONO 10,86 % 10,80 % 10,83 %
BEAUTIFUL BUNCH 10,22 % 10,88 % 10,55 %
Achtung:

Durch Rundungen kann es ggf. zu leichten Abweichungen kommen (z. B. Addition aller Wertungen = 100,1%). Für den Fall, dass eine solche Rundung zwischen zwei Acts entscheiden würde, wird mit den exakten Werten gerechnet.

 

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